Bad Blankenburg vs SG Könitz / Saalfeld (27:17)

Bad Blankenburg. „Wir müssen unsere Punkte zu Hause holen“, sagt Markus Hinz. Der Saalfelder, mit acht Treffern erfolgreichster Akteur der SG Könitz/Saalfeld im Derby, schien die Niederlage in der Landessportschule gut zu verkraften. „Klar ist es ärgerlich, in einem solchen Derby mit zehn Toren Unterschied zu verlieren, aber wir fanden gegen die Blankenburger einfach keine richtigen Mittel“, so der junge Mann, obwohl die Gäste gut ins Spiel kamen. Sie führten 2:0. Und die Drittliga-Reserve verzweifelte an der Abwehr des Tabellenletzten. Zwölf Minuten dauerte es, bis sie das erste Mal trafen.

 

„Warum wir uns so schwer ­taten, weiß ich nicht“, so HSV-Torhüter Stefan Matussek. Aber die Gäste nutzten die Schwächephase des Tabellenzweiten nicht aus. Und so dauerte es nicht lange, bis die Gastgeber in die Spur fanden. Nach einem 6:0-Lauf beim 9:3-Zwischenstand waren die Weichen aus Sicht der Blankenburger auf Sieg gestellt. Die Könitz/Saalfelder hatten in der Folgezeit nie die Möglichkeit, mit einem Zwischenspurt einmal für ein engeres Spiel zu sorgen: „Wir haben auf die Spielweise der Blankenburger eigentlich nie eine Antwort gefunden“, räumt Hinz ein. Und dass, obwohl die Gastgeber nicht gerade ihr bestes Spiel zeigten. „Abgesehen von der 12. bis 26. Minute war es eine Frechheit, wie wir heute Handball gespielt haben“, sagt HSV-Coach Gerhard Hanl, den auch der Zehn-Tore-Vorsprung am Ende nicht versöhnlich stimmte. „Wir haben den Torwart der SG berühmt geworfen und in der zweiten Halbzeit das Ergebnis nur noch verwaltet.“ Mit dem Erfolg bleiben die Blankenburger aber weiter in Schlagdistanz zu Spitzenreiter Werratal auf Platz zwei. Der Tabellenführer kommt nun in drei Wochen in die Lavendelstadt. Doch die HSV-Reserve will sich nicht von einem durchaus möglichen Aufstiegsrecht unter Druck setzen: „Schon ein Medaillenplatz wäre für uns am Ende überragend“, sagt Matussek, der ebenso wie sein Coach betont: „Wir haben es ohnehin nicht in der eigenen Hand.“ Mit vier Punkten Rückstand auf den rettenden vorletzten Platz scheinen die SG-Akteure dagegen schon fast abgeschlagen. Doch sie haben die direkten Konkurrenten HSC Erfurt und Suhl/Goldlauter noch vor der Brust. Anfang April zählt es da. Und kann man diese wichtigen Spiele erfolgreich gestalten und doch noch die Klasse ­halten, dann ist auch diese ­Derbyniederlage einfacher zu verschmerzen.

HSV Bad Blankenburg II: Matussek - Schulze (3), Jung, Ardan (2), Reiner (1), A. Werner (5), Korte (4), Jördens (1), Szotowski (1), Köthe (8/3), Hanl (1), blochberger, Roth (1).

SG Könitz/Saalfeld: Lindig, Gerner - Hecker, Schuchardt (2), Richter (1), Zschiedrich (3), Zapf (2), Höfer, Schmidt, Schmeißer (1), Hinz (8/6), Möller.

 

 

 

So, 17.04.16, 16:00h

HSC Neuhaus vs Könitz/Saalf. 3

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So, 10.04.16, 15:00h

Könitz/Saalf. 2 vs SV Hermsdorf 3

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Sa, 09.04.16, 19:00h

Könitz/Saalf. vs Suhl/Goldlaut.

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